Lisa in Limone III // Die Strada della Forra und der schönste Spaziergang des ganzen Urlaubs in das unaufregendste Örtchen überhaupt

Zu Beginn unseres Urlaubs in Limone haben wir natürlich erstmal die unmittelbare Umgebung abgecheckt. Da lag es nahe, die Hochebene von Tremosine entlangzufahren. Mehr durch Zufall als durch konkrete Planung führte uns diese Ausfahrt an wirklich tolle Stellen und ich kann nur sagen, dass ich diesen Ausflug genau so wiederholen würde. Aber von Anfang an.

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Wir starteten – natürlich – in Limone und fuhren die Gardesana Occidentale, die am westlichen Ufer des Gardasees entlangführt, nach Süden. Irgendwann bogen wir dann sicher ab, so genau kann ich das gar nicht sagen, denn ich saß ja nicht am Steuer. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es ungefähr so aussah. Woran ich mich hingegen erinnern kann sind viele Serpentinen und ein wunderbarer Ausblick, für den wir in einer nicht ungefährlichen, aber eher wenig befahreren Kurve anhielten, um Fotos zu machen.

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Danach verschlug es uns auf einen verlassenen Parkplatz mit der besten Wasserversorgung ever (ohne Sprudel, mit Sprudel und nochmal mit Sprudel, aber mit anderer italienischer Bezeichnung). Von dort aus unternahmen wir einen Spaziergang in noch verlasseneres Gebiet, wo ich viele gelbe und violette Blümchen (Alpenveilchen!) sammelte, die ich anschließend presste. Anschlieend fuhren wir (mit aufgefülltem Wasservorrat!) weiter und befanden uns dann ganz zufällig kurz vor einem Highlight, das ich in dem letztens erwähnten „Reiseführer“ von mir mit einem Post-It versehen war: der Strada della Forra – „ein grandioses Erlebnis, das schon ein wenig Nervenkitzel bedeutet“. Die Straße ist ziemlich eng, aber wirklich ein Wunderwerk der Natur und der Erbauer. Einziger Nachteil ist, dass man mit Fotos, die man in dem dort herrschendem Licht machen kann, dem Schauspiel keinesfalls gerecht werden kann. Deswegen verweise ich an dieser Stelle mal auf Google oder darauf, dass ihr euch das unbedingt selbst anschauen solltet!

Tremosinevia

Bevor man sich ins Abenteuer stürzt, sollte man aber unbedingt am Restaurant „La Forra“ stoppen! Dort haben wir die wahrscheinlich beste Pizza des Urlaubs gegessen. Sogar das Mineralwasser mit Zitrone war super. Und die Grissini natürlich! Ich weiß gar nicht, was ich dazu noch weiter sagen soll, aber ich kann diese Lokalität mit bestem Gewissen empfehlen. Man sollte um die Mittagszeit nur nicht zu spät kommen, denn obwohl ich im Internet nichts dazu finde, wurden die Pforten irgendwann gegen 14 oder 15 Uhr für eine Mittagspause geschlossen.

Im Anschluss daran ging es in die Schlucht, wobei man die Fahrt – wie oben erwähnt – lieber damit verbringen sollte, sich alles genau anzuschauen, statt zu versuchen, Fotos zu schießen. Weil meine alle schlecht wurden, gibt es hier auch keine zu sehen!
Kurz, bevor man die Straße wieder in Richtung der Gardesana verlässt, sollte man unbedingt an einer Bucht (die erkennt ihr an dem ersten Foto unten) stoppen. Das sagt sich natürlich leicht, die Stelle erkennt man aber ganz gut daran, dass man eine Art Tunnel verlässt (siehe unten auf dem ersten Bild). Dort kann man mit etwas Glück parken und einen Spaziergang nach Campione – dem einzigen Ort Tremosines, der direkt am Gardasee liegt –  unternehmen.

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Campione an sich ist eher unaufregend, was daran liegen mag, das hier Ende des 19. Jahrhunderts eine Baumwollweberei gegründet wurde und es somit zu einem Arbeiterdorf wurde. Wer es eher ruhig mag, ist hier genau richtig, denn bis auf eine Surfschule und ein paar Touristen und Sonnensucher ist in Campione nicht viel los. Ein Spaziergang lohnt sich aber auf jeden Fall, vor allem weil der Weg dorthin atemberaubende Ausblicke (u.a. auf den gegenüberliegenden Monte Baldo), Ruhe und wunderschöne Motive zum Fotografieren bietet.

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Das nächste Mal nehme ich euch dann mit auf die andere Seite der Macht… äh, des Gardasees – nach Malcesine!

Pizzeria Restaurante „La Forra“
Via Benaco 24
25010 Tremosine

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

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