Zurückgemeldet, mit einem Dresden-Tipp im Gepäck // These Associations

Ich bin wieder da! Nach einigen wunderbaren Tagen am rauschenden und wellenschlagenden Gardasee, täglichem Sonnencremen, einem abenteuerlichen Ausflug nach Sulzano und mit dem Kopf noch ein bisschen in den Wolken und bei der wunderbaren Flora des Monte Baldo feststeckend, muss ich mich nun langsam wieder daran gewöhnen, dass nun die Masterarbeit auf mich zurollt. Aber der Sommer ist ja noch lange nicht vorbei und ich bin fest entschlossen, das mittelmäßige Wetter hier zum Besten zu wenden – mein Eiskonsum kann sich in diesem Jahr jedenfalls sehen lassen!

Ist das Wetter dann doch mal wieder schlechter, bietet sich nicht nur ein Bibliotheksbesuch an, sondern vor allem ein Gang ins Albertinum. Denn dort findet seit Anfang Juli die Performance „These Associations“ des Künstlers Tino Sehgal statt.

tino-seghal-dresden-1// Gedächtniszeichnung von Sohyun Jung, via

Performance klingt natürlich erstmal fürchterlich schlimm, wer allerdings ein wenig Zeit und den Mut hat, sich auf überraschende Situationen und faszinierende Momente einzulassen, sollte sich dieses Kunstereignis nicht entgehen lassen!

Ursprünglich wurde „These Associations“ für das Londoner Tate Modern entwickelt, für Dresden wurde das Konzept leicht angepasst. Für fünf Wochen wird der Lichthof des Albertinums, der kostenlos zugänglich ist und allein wegen seiner Architektur schon ein Must-See sein sollte, zur Aktionsfläche für bis zu 40 Performer, die sich nach einer Choreographie, die wohl bloß Künstler und Akteure kennen, bewegen, singen, sprechen und von Zeit zu Zeit den Besuchern ganz persönliche Geschichten erzählen.

Ich war inzwischen zwei Mal da und kann versprechen, dass sich auch ein mehrmaliger Besuch lohnt. Während ich beim ersten Mal erstmal beobachtet habe, was da abgeht und ein bisschen beklommen war, als einer der Akteure plötzlich zielstrebig auf uns zulief, konnte ich das zweite Mal total genießen. Man beobachtet, hört zu, schaudert und stellt sich beständig Fragen… Was genau hier abgesprochen ist, ob immer dieselbe Geschichte erzählt wird (nein!), ob das Lächeln und Lachen jetzt auch dazu gehört oder ob sich die Performer – die im Übrigen ganz normale, vom Künstler gecastete Dresdner sind – gerade nur nicht zusammenreißen können und selbst über das Schmunzeln müssen, was gerade vorgeht. All das wirft einfach so viele Fragen auf, gibt zu denken und beschert an der ein oder anderen Stelle eine Gänsehaut. Schaut’s euch an, geht hin und taucht ein – es lohnt sich!

// Ausstellungsbeschreibung auf der Seite der SKD
// Artikel in der Monopol: Crowdsourcing

Tino Sehgal – These Associations
5. Juli bis 14. August 2016
Albertinum, Tzschirnerplatz 2
Di-So 10-18 Uhr, Mo geschlossen
Eintritt frei

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

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