Fotomarathon III // Endspurt am Elbufer (mit Seifenblasen und Steinen!) und mein Fazit

Ein geschäftiges Wochenende ist vorbei und es wird Zeit für den letzten Bericht zum Fotomarathon. Die beiden vorhergehenden findet ihr hier (Fotomarathon I: Von Startschwierigkeiten, Viel-zu-Viel-Belichtungen und Putten-Selfies) und hier (Fotomarathon II: Noch mehr Statuen, noch mehr Unfälle und die Banksys von Dresden).

Wie bereits angedeutet ging es, nachdem wir eine Runde durch die Neustadt gedreht hatten, mit den letzten Themen im Gepäck unter beständigen Diskussionen, wie wir diese umsetzen könnten und wann eine geisterhafte Doppelbelichtung am besten passen würde, in Richtung Elbufer. Auf dem Weg dahin legten wir noch einen kurzen Stopp in einem Spielzeugladen ein – Seifenblasen gehen schließlich immer (nachdem das Luftschlangen- und Wunderkerzen-Pulver vereits verschossen war :D). Die hielten dann auch gleich für mein Bild zum Thema „Abgehoben“ her. Das Ganze muss ganz schön lustig ausgesehen haben, denn es hat ziemlich lang gedauert, bis ich den passenden Ausschnitt und Winkel gefunden hatte und Michi dann auch noch in die passende Richtung gepustet hat.

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Danach verloren wir auf der Suche nach Geygers „Bogenschützen“ kurz die Orientierung und – ha, mal wieder – durch eine zweite Belichtung noch dazu das dort entstandene Bild. Immerhin habe ich mit der LC-A quasi das Making-of festgehalten:

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Danach stolperten wir eigentlich kreuz und quer an der Elbe und im Rosengarten herum, um die letzten Bilder zu schießen. Die Themen „Theatralisch“ und „Ostentativ“ erledigte ich in einem Zug mithilfe der grazilen Statue „Genesung“ von Felix Pfeifer, die ich nicht das erste Mal vor der Kamera hatte.

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Tja, und was ist nun ostentativ? Das mussten wir erstmal googlen („so, dass etwas betont auffällig ist und mit Absicht getan wird“), so richtig fiel uns aber nichts ein. Michi hat sich schließlich ostentativ in mein Bild geworfen (unterstützt durch die natürlich ostentativ eingesetzte Unschärfe!), das eigentlich erst mit dem vorherigen Bild gut wirkt. Um das zu verdeutlichen, hab ich euch da mal ein GIF gebastelt:

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Ob damit das Thema nun getroffen ist, weiß ich bis jetzt noch nicht. Aber es kann halt auch nicht alles passen, ne? Beim letzten Bild zum Thema „Nicht normal“ habe ich schließlich meine oben erwähnte Idee mit der Geister-Doppelbelichtung umgesetzt und: das ist mein absolutes Lieblingsbild (neben dem schiefgegangenen ersten Bild).

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Ich hätte nie gedacht, dass das Bild was wird, denn hier hab ich bei der ersten (von eigentlich zwei, schließlich aber drei) Doppelbelichtungen den Splitzer vergessen abzunehmen, sodss die obere Hälfte nun ein bisschen hell ist. Aber das unterstützt ja die Unsichtbarkeitswirkung meines Superhelden und gerade Hell-Dunkel- und Nah-Fern-Kontrast gefallen mir an diesem Bild besonders gut. Ich maaaag es! Und das waren übrigens nicht die einzigen Steine, die dekorativ an der Elbe rumlagen:

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Nachdem wir dann endlich alle Bilder im Kasten und noch eine gute Stunde Zeit hatten, machten wir uns auf den Weg zur Bahn und fuhren in Richtung Bühlau, um bei den Lingnerterrassen unsere Filme abzugeben. Dort trudelte nach und nach das ganze Fotovolk ein und genoß – nach wie vor bei schönstem Sonnenschein – den Feierabend mit einem grandiosen Blick auf Dresden.

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Goodiebags und (für die analogen Starter) ein paar Kodak-Filme gab’s zum Schluss schließlich auch noch, aber das Schönste war, den Film nach einem zwar anstrengenden, aber tollen Tag in die Hände des Orga-Teams zu übergeben. Wir brachen dann alsbald wieder auf, schlichen vorher aber noch über das Gelände des benachbarten Schloss‘ Eckberg.

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Alles in allem war die Teilnahme am Fotomarathon ein tolles Erlebnis. Nachdem ich die Bilder gesehen habe, war ich ganz froh, dass ich mich für diese Kombination aus Diana und Lomochrome Turquoise entschieden hatte, weil die Farbigkeit einfach immer wieder raussticht und die Serie allein schon durch die Farbigkeit zusammengehalten wird. Die Statuen tun da aber natürlich ihr Übriges! :D Auf jeden Fall ist das Ganze doch eine schöne, wenn auch sonst eher konzeptlose, Dresden-Serie geworden. Besonders überrascht hat mich die starke Vignettierung und dass überhaupt so viele Bilder was geworden sind. Ein bisschen üben muss ich aber wohl trotzdem noch, vielleicht wird’s dann ja bei einem nächsten Fotomarathon besser! Dann aber wohl eher mit nur einem Startplatz, um sich ganz konzentriert der Ideen- und Bildfindung zu widmen und nicht wegen unvorhersehbarer Doppelbelichtungen in Stress zu geraten. Dann gelingen vielleicht auch alle Bilder auf Anhieb und bis zum Schluss.

Hier geht’s zu
Teil I: Von Startschwierigkeiten, Viel-zu-Viel-Belichtungen und Putten-Selfies und
Teil II: Noch mehr Statuen, noch mehr Unfälle und die Banksys von Dresden

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

2 responses to “Fotomarathon III // Endspurt am Elbufer (mit Seifenblasen und Steinen!) und mein Fazit”

  1. fotogramifi says :

    Hat dies auf fotogramifi rebloggt.

  2. karatekadd says :

    Nach meiner fotografischen Katastrophe im letzten Jahr (http://litterae-artesque.blogspot.de/2015/04/geschichte-einer-fotografischen.html) konnte ich leider nicht teilnehmen dieses Jahr; nun lese ich mit Begeisterung eure Berichte. Leute mit Fehlern (beim Fotografieren natürlich) sind mir die liebsten, da sind schöne Sachen dabei, auf die ich nie im Leben gekommen wäre. Ganz toll finde ich das Bild mit dem Schatten (das achte von unten) – aber das war ja auch dein liebstes Bild? – Schreibst du noch einen Auswertungsteil?
    Viele Grüße, Uwe

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