Fotomarathon II // Noch mehr Statuen, noch mehr Unfälle und die Banksys von Dresden

Weiter geht’s mit meinem Bericht zum 6. Dresdner Fotomarathon (hier findet ihr den ersten Teil: Von Startschwierigkeiten, Viel-zu-Viel-Belichtungen und Putten-Selfies). Nachdem wir, nach erheblichen Startschwierigkeiten die ersten Bilder geschossen hatten, ging es vom Zwinger aus über den Theaterplatz in Richtung Elbe.

Auf dem Theaterplatz schoss ich schließlich mein drittes Bild zum Thema „Temperamentvoll“. Anfangs (als ich noch nicht auf allen bis dahin entstandenen Bildern Statuen vermutete) wollte ich was mit den Statuen im Zwinger machen… das Motiv zieht sich bei mir wirklich ein bisschen durch. Schließlich fehlte es aber nicht nur an einer guten Idee, sondern einfach auch an der Zeit, sodass ich mir (mal wieder) das Reiterstandbild König Johanns von Sachsen vornahm und ihm einen Luftschlangenregen bescherte. Jemand, der Johann Nepomuk Maria Joseph Anton Xaver Vincenz Aloys Franz de Paula Stanislaus Bernhard Paul Felix Damasus heißt, kann schließlich nur einen Luftschlangenregen verdienen, oder?

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Auf das Bild habe ich mich echt am meisten gefreut, aber durch die Doppelbelichtung des Reiterstandbildes ist das irgendwie doch nicht so toll geworden. Ganz zu schweigen davon, dass das Oberthema (zur Erinnerung: „Superhelden“) nirgendwo so recht auftaucht. Ändern konnten wir das in dem Moment allerdings sowieso nicht (mehr), deswegen ging’s einfach weiter an die Elbe!

Zuvor knipsten wir aber noch Michis Bild zum Thema „Omnipräsent“. Das möchte ich euch unbedingt zeigen, denn erstens bin ich drauf und zweitens gefällt mir’s – trotz dessen, dass es nicht ganz so wurde, wie es sollte – total gut:

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Die Idee dahinter war wieder ein Wortspiel, schließlich wird hier ein Omnibus präsentiert! Darüber hinaus sind die Busse der Stadtrundfahrt in der Altstadt Dresdens aber auch einfach allgegenwärtig.

Ich entschied mich bei diesem Thema für ein Splitzerbild mit der Altstadtsilhouette. Sehr gerne hätte ich etwas in der Art gemacht, allerdings hatten wir nicht die Zeit, mal eben auf einen Turm zu gehen. Dann eben die gute 180°-Drehung, bei der es nicht’s anderes als Dresden mehr gibt.

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An den Elbwiesen entstand schließlichauch das letzte Bild für die erste Halbzeit. Auf meiner Liste der Dinge, die ich unbedingt ausprobieren wollte, stand nämlich „Doppelbelichtung mit ner Hand“. Beim Thema „Außergewöhnlich“ passte das dann ganz gut, denn ich wollte ein weißes Loch in Michis Hand zaubern. Nach langem Überlegen, ob das Papier jetzt schwarz oder weiß sein muss und anschließendem Geschnipsle, war die Aufnahme dann bald im Kasten. Und es beweist: Ich sollte unbedingt öfter Doppelbelichtungen mit der Diana üben, dann wäre mir diese Überraschung (und einige andere wohl auch) erspart geblieben!

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Eigentlich sollte das Loch in der Mitte der Hand sein, aber gut… Schon nach dem Fotografieren war mir eigentlich klar, dass die Größe des Lochs wohl nicht hinhaut. Am Ende war die Position eben dann der „Fehler“. Aber wenn man den Lichtpunkt denn sieht, hat das ja auch was! :D
Immerhin entstanden bei der Aktion noch ein paar lustige Bilder mit der LC-A:

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Nachdem alles im Kasten war, ging’s schließlich flux zur Zwischenstation, die sich im Hof des Fotolabors Görner in der Neustadt befand. Nach dem ganzen Schlamassel mit zweieinhalb Stunden doch gut im Timing, erhielten wir dort nicht nur eine kleine Erfrischung, sondern auch die nächsten fünf Themen (die aus Unfähigkeit hier jetzt nochmal von Eins ab nummeriert sind):

  1. Rätselhaft
  2. Abgehoben
  3. Theatralisch
  4. Ostentativ
  5. Nicht normal

Weil es sich anbot, streiften wir die nächste halbe Stunde durch die Neustadt, auf der Suche nach passenden Motiven… Hinsichtlich der Ideenfindung war nämlich so langsam die Luft raus.
Unsere Motive für „Rätselhaft“ fanden wir schließlich in den (omnipräsenten, höhö) Streetart-Motiven. Michi entschied sich für einen Lego-Schriftzug von Nabulon (der aus dem in Teil 1 bekannten Schussel-Problem heraus aber schließlich doppelbelichtet wurde – immerhin hab ich noch ein LC-A-Foto gemacht!), ich für das Superman-Fragezeichen-Stencil, das wir nach einiger Suche zum Glück fanden.

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Mal wieder etwas außerhalb der Bildmitte, aber: endlich ein Superhelden-Bezug! Und Lauchs ist auch gleich mit dabei. In diesen Bildern haben wir beide also ein paar bekannte Grafitti-Größen Dresdens verewigt und die sind schließlich auf jeden Fall rätselhaft… Die Banksys der Stadt sozusagen. Da hätten nur noch Insel Pinsel und Kaleido gefehlt.

Danach schlugen wir wieder den Weg zur Elbe ein und schossen dort auch die ganzen übrigen Fotos. Die zeige ich euch aber dann beim nächsten Mal.

Hier geht’s zu
Teil I: Von Startschwierigkeiten, Viel-zu-Viel-Belichtungen und Putten-Selfies und
Teil III: Endspurt am Elbufer (mit Seifenblasen und Steinen!) und mein Fazit

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

One response to “Fotomarathon II // Noch mehr Statuen, noch mehr Unfälle und die Banksys von Dresden”

  1. fotogramifi says :

    Hat dies auf fotogramifi rebloggt.

Ein Kommentar, juhu!

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