Heimat, in Kaffee getaucht.

Vor einigen Monaten schenkte mir Anna drei Filme zum Geburtstag. Da es keine gewöhnlichen Filme waren, lagerten sie (mehr oder weniger gewollt) einige Wochen im Gefrierschrank, bevor sie zum Einsatz kamen.
Anna hatte sich nämlich einige Wochen vorher an „Filmsuppen“ herangetraut. Als Lomograph ist man ja nie um ein Experiment verlegen, aber Filmsuppen gehören mit Sicherheit zu denen, die am meisten Spaß machen: Man legt einen Film mehrere Minuten oder sogar Stunden in irgendwelche Flüßigkeiten, sodass diese die Emulsion… ähm… bearbeiten, und lässt sie anschließend ein paar Wochen trocknen. In Bezug auf die Trocknung habe ich schon die abenteuerlichsten Sachen gelesen, aber ein bisschen Geduld muss man dafür wohl einfach mitbringen.

Meine drei Hüter des Filmfachs waren jedenfalls von Anna mit Becherovka, Kaffee und Multivitaminsaft behandelt worden. Nach dem Becherovka-Film – der erst nach einigen Verstrickungen zum Einsatz kam und den ich euch demnächst zeige – legte ich als zweiten den Kaffee-Film in meine LC-A. Damit hielt ich Ende Juni ein paar Impressionen des Jubiläums fest, das mein Heimatdorf anlässlich des 775-Jahr-Jubiläums schmiss.

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Besonders schön an der ganzen Sache war, dass das ganze Dorf sich dafür herausputzte und lebensgroße Figuren gebastelt und verschiedenen Szenarien an der Straße und in den Gärten installiert wurden.
Bei einer Rede zu Beginn des Festwochenendes sagte jemand scherzhaft, dass sich die Einwohnerzahl unseres Dorfes verdreifacht habe. Auch wenn das nicht so ganz stimmte (bei etwa 580 Einwohnern wurden knapp 300 Figuren gezählt), war unser Dorf in den Wochen vor und nach dem Fest ein echter Hingucker. Hier nur eine der Figuren, die aber für viel Gesprächsstoff gesorgt hat:

IMG_20150718_0008(Don’t drink and fly)

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Tja, wie ihr seht, hab ich mich eher auf die allgemeine Dekoration und schönheit beschränkt. Der verzauberte Film hat ja sein übriges getan, ich finde die Pünktchen und die Farben grandios. Was sagt ihr?

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

4 responses to “Heimat, in Kaffee getaucht.”

  1. Kato says :

    Sehr coole Effekte! Was waren da noch so für Figuren?

    • Lisa says :

      Danke, Kato! Oftmals gab es Figuren, die die jeweiligen Bewohner repräsentierten (so hat es z.B. meine Familie gemacht), aber auch historische Figuren, die die Geschichte eines Gebäudes oder eines damals im Dorf vorhandenen Berufsstandes darstellen sollten. Dazwischen natürlich aber auch witzige, z.B. einen pinkelnden Fußballfan, einen Skat-Stammtisch oder eben die Hexe auf dem Foto :-)

  2. nicolekrenz says :

    Wow. Tolle Bilder. <3 Vielleicht sollte ich meinen Film auch mal in Kaffee "einlegen".

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  1. 12mal12 August - heldenwetter - 4. Oktober 2015

Ein Kommentar, juhu!

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