„Das Wasser ist hier blauer als an der Adria“ // Desaster, Kino-Blabla und meine Erfahrungen mit flimmer.de

Nach sehr langer Kinoabstinenz (ausgenommen die „Minions“ vor ein paar Wochen) war ich gestern mal wieder im Kino und zwar, laut Intro, zur „schrägsten Gaunerkomödie seit Langem“ – Desaster.
Theoretisch hätte ich diesem Film wahrscheinlich drei andere vorgezogen, praktisch hatte ich aber die Möglichkeit, den Film kostenlos zu schauen – und da sag ich ja nicht Nein. Es ist nämlich so, dass ich mich vor ein paar Monaten auf flimmer.de angemeldet habe (Nein, das ist kein Werbepost, ich finde das Prinzip einfach gut. Für Leute, die gern Trailer schauen/ins Kino gehen und/oder zu viel Zeit haben). Dort kann man täglich mehrere Trailer schauen, eine Frage dazu beantworten und pro richtiger Antwort 5-10 Filmmer-Cent sammeln. Die häufen sich dann irgendwann und man kann sie spenden oder in (meist bescheidene und immer gleiche) Prämien umtauschen – DVDs, Video-on-Demand-Gutscheine oder eben Freikarten für’s Kino. Problem: Wooohochenlang gab es nur ein Bibi-und-Tina-Special (DVD/Blu-Ray mit individualisiertem Cover), das auch noch unglaublich teuer war – ganz toll! Nachdem ich die Hoffnung auf Freikarten schon lange aufgegeben und mich schon beschwert hatte (sinngemäße Antwort: Doch, es gibt Freikarten, die sind nur immer schnell weg“ – Bibi und Tina scheinen echt nen schweren Stand zu haben, die gibt es schon monatelang“), erschien plötzlich DAS Angebot: 2 Freikarten für Desaster für 10 Euro!

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hab mir letzten Cents erflimmert und die Karten bestellt; wenige Tage später waren sie im Briefkasten. (Übrigens kann man die Specials auch „normal“ und ohne Glimmer-Flimmer-Zeug kaufen… 10 Euro für zwei Karten gehört da ja zum Beispiel noch zu den guten Angeboten.) Abgesehen davon, dass der Film in Dresden nach zwei Wochen (Filmstart war am 16.07.2015) schon wieder ausläuft und das mit einigen Turbulenzen bzgl. meiner Begleitung verbunden war, fand ich das ziemlich gut.


Um was es in dem Film eigentlich genau geht, hab ich auch nach dem Schauen nicht wirklich verstanden, aber das liegt wahrscheinlich an mir. Der Trailer hat in mir zwar andere Erwartungen geweckt (z.B. dass die Rolle von Mischa eine größere Rolle spielt), bringt das Bizarre des Films aber schon ziemlich gut rüber.
Falls euch der Inhalt genauer interessiert, bitteschön, die offizielle Inhaltsangabe:

Es geht um das große Geld, die große Liebe und den unfreiwilligen Tod. Dr. Jürg Würsch, Schweizer Anwalt mit Hang zu Bestechlichkeit (Stefan Kurt), lässt sich auf das Angebot des skrupellosen Gangsterbosses Mischa (Milan Peschel) ein – den Aufenthaltsort seiner Kronzeugen zu verraten – und folgt der Einladung auf Mischas Finka nach Saint-Tropez. Im Gegenzug soll er eine hohe Bargeldsumme erhalten und erhofft sich ein kleines Schäferstündchen mit Mischas attraktiver Gattin Lydia (Anna Loos).

Jedoch ahnt Würsch nicht, dass Lydia ein doppeltes Spiel spielt. Mischa und Lydia wiederum wissen nicht, dass der Anwalt ebenfalls eigene Pläne verfolgt und dafür die beiden Profikiller Ed (Justus von Dohnányi) und Mace (Jan Josef Liefers) angeheuert hat. Dumm nur, dass sich Ed als penetranter Macho-Proll herausstellt und den Plan von Würsch durch sein dämliches Verhalten völlig durcheinander bringt. Niemand spielt mit offenen Karten. Intrigen werden gesponnen, Fallen werden gestellt. Als Ed aus Versehen Mischas Mutter (Angela Winkler) von der Brüstung der Finka schubst, nimmt das Desaster unaufhaltsam seinen Lauf. Nur so viel ist klar: Hier hat jeder Dreck am Stecken.

Also… ich hab’s vorher nicht gelesen. Das war wohl gut so, denn jetzt bin ich nur noch mehr verwirrt und ganz so tiefgründig sollte man die ganzen Verstrickungen vielleicht gar nicht ausrollen, denn was zählt, ist ja das Ergebnis. Und das war (zumindest für mich) irgendwie überraschend, wenn auch sehr passend.

Ihr merkt, ich bin mir nicht so ganz einig, was ich von dem Film halten soll. Der Kommentator des Making-of-Videos auf der offiziellen Homepage hat den Film aber immerhin ziemlich gut zusammengefasst: „Pulp Fiction meets Saint Tropez […] Skurrile Charaktere, bizarrer Humor und jede Menge Leichen.“
Und eins war wirklich und unumstritten grandios: Die Kulisse. Bereits die erste Szene (gleich wie im Trailer) hat mich in Urlaubslaune versetzt und ich möchte jetzt gerne bitte unbedingt wirklich nach Saint-Tropez, um in diesem gecrosster-Diafilm-Look (erinnerte mich voll an diese Bilder von Dani) zu leben. Haaaach…

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

4 responses to “„Das Wasser ist hier blauer als an der Adria“ // Desaster, Kino-Blabla und meine Erfahrungen mit flimmer.de”

  1. Dani says :

    Aaaaahhhh, haha, super, danke für die Erwähnung! Dabei war ich doch auch so schon begeistert, dass du hier etwas über den Film schreibst, weil ich noch nicht sicher war, ob ich den gucken will, aber jetzt will ich unbedingt. :D Passiert wahrscheinlich gleich morgen. Und ganz bald ist das LomoWo, freust dich auch schon so doll wie ich? Schönes Wochenende noch, mit Sonne, Pizza und Amore (oder so), Dani

    • Lisa says :

      Und Dani, hast du den Film inzwischen gesehen? Wie fandest du ihn denn? Und klar, ich freu mich total auf das Lomowo – das wird super! :)

      • Dani says :

        Leider habe ich den Film noch nicht gesehen, irgendwas ist ja immer… :(

      • Lisa says :

        Das kenn‘ ich nur zu gut! :D Bei uns läuft der Film inzwischen gar nicht mehr… aber vielleicht hast du ja noch glück, dann kannst du mir zum Lomowo berichten, wie du ihn fandest :)

Ein Kommentar, juhu!

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