Sigune und Schionatulander // Mittwort

Vor Ewigkeiten, wahrscheinlich Jahren, hatte ich einmal das „Mittwort“ ins Leben gerufen. Inzwischen ist es aus den Kategorien wieder verschwunden, was aber aber nicht heißt, dass man es nicht in abgewandelter Form wieder zum Leben erwecken kann, oder?

Seit ich vor ein paar Woche auf Pinterest stieß, schlich sich das Wort „Handlettering“, das irgendwie auch ein wenig mit Kalligraphie zusammenhängt, nämlich immer mehr in mein Bewusstsein. Immer wieder sammle ich seitdem Ideen auf meinem Board und kritzele vor mich hin. Gut sieht das alles nicht wirklich aus, aber zum Handlettering gehört eben nicht nur eine schöne Handschrift, sondern auch Ideen und Kreativität.

Und da Perfektionismus überbewertet wird und man nicht nur Ideen sammeln, sondern einfach auch mal machen soll, habe ich gestern den Stift in die Hand genommen und mein Lieblingswort der letzten Wochen gelettert: „Schionatulander“. Das ist eine Figur aus Wolframs von Eschenbach „Parzival“ – die Vorlesung über Artusepik in diesem Semester hat mich ein wenig geschädigt. Sigune ist seine Jugendliebe, tralala, wen die Geschichte der beiden ausführlicher interessiert, kann das nicht nur im Parzival, sondern auch im „Titurel“ nachlesen. Des Umfangs wegen empfehle ich euch aber eher letzteres oder die Wikipedia-Zusammenfassung, haha.

Bild (6)
sigune2e
Nach vielem Gekritzele und Buchstabenverbinden hatte ich schließlich einen fertigen Schriftzug (Bild 1 ohne, Bild 2 mit Bearbeitung). Den fügte ich anschließend bei Photoshop ein, um ihn (nach dieser Anleitung) ein wenig zu beschönigen. Das Ganze hat mich eher zur Verzweiflung gebracht, aber immerhin beim Zeichnen habe ich folgendes gelernt:

– eine neue Variante des &-Zeichens, dass sich in Schreibschrift echt gut macht
– eine neue Schreibschriftversion des kleinen „r“
– dass Vorzeichnen mit Bleistift gar keine schlechte Idee ist
– einfach mal machen

Wirklich supertoll ist das Ergebnis nicht und ich bewundere auf Instagram immer wieder die Werke von Lu, die so perfekt aussehen. Bei diesem Schriftzug wollte ich aber erst mal das Verbinden und Ausformen der Buchstaben üben und bin für’s erste Mal doch ganz zufrieden. In den nächsten Wochen traue ich mich dann hoffentlich mal an einen Spruch heran (wobei „Schionatulander“ auch schon eine Herausforderung bzgl. der Wortlänge war!). Hier gibt es noch ein paar Seiten aus meinem Skizzenbüchlein, die mit dem Endergebnis nicht so wirklich etwas zu tun haben:

Bild (9)
Bild (10)
Bild (11)
Bild (12)
Ist euch der Handlettering- bzw. Kalligraphie-Trend auch schon über den Weg gelaufen?

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

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