Von einem verlorenen Film, warmen Tagen und beschämenden Geschehnissen

Ich meckere gerne und viel und manchmal geh ich mir damit sogar selbst auf die Nerven. Über manche Dinge muss man sich aber auch einfach mal auslassen, zum Beispiel über schlechtes Wetter oder verlorene Filme.

Im September gab ich einen Negativfilm bei Rossmann ab, den ich, weil ich das schonmal gemacht hatte und mir das Ergebnis so gut gefiel, crossen lassen wollte. Gesagt, nicht getan. Während im Internet stand, dass der Film zurück in die Filiale ging, weil Rossmann normale Negativfilme offensichtlich nicht crosst, wartete ich ungeduldig. Der Film kam nicht, ich wurde hibbelig, rief beim Kundentelefon an und löste schließlich einen Suchauftrag aus, der – oh Wunder! – etwa drei Monate später zu einem Wiederauftauchen führte.
Der Film war schlicht und einfach in einer anderen Filiale gelandet. Ein Grund zur Freude (Schlussmitmeckern!).

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Wie schön, sich die Bilder des Sommers nach ein paar Tagen (ich musste die nicht entwickelte Filmrolle schließlich erst nochmal auf die Reise schicken) endlich ansehen zu können. Besonders gut gefällt mir aus dieser kleinen Reihe übrigens das folgende Finger-Splitzer-Bild, bei dem auch die Farbigkeit im unteren Bereich so toll sind:

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Wie gut, dass die Bilder – enstanden am Cospudener See in Leipzig – die aktuelle Wettersituation ein bisschen ausgleichen. Ich warte seit Tagen auf schönes Wetter (oder wenigstens Schnee), um endlichendlich den Weihnachts-Splitzer-Rumble-Film vollzuschießen… Stattdessen Regen, Grau und Kälte. Darüber kann man doch nur meckern!

Meckern – oder vielmehr den Kopf schütteln – kann man momentan übrigens auch über das aktuelle Geschehen hier in Dresden… Irgendwie verrückt und auch beschämend, dass sich so ein Spektakel gerade in unserer Stadt abspielt. Es schockiert mich immer wieder zu hören, wieviele Menschen montags nach Dresden fahren, um an den Pegida-Demonstrationen teilzunehmen.
Und doch sehe ich persönlich in letzter Zeit in der Stadt nur positive Zeichen: Ob zahlreiche Welcome Refuggees-Sticker, ein Aufruf in der Straßenbahn für mehr Toleranz oder ein wunderbares Statement der Staatlichen Kunstsammlungen… In Dresden kommen eben nicht nur eine Menge Leute unter Pegida zusammen, sondern viele mehr, die sich für Weltoffenheit einsetzen. Genau so sollte es sein!
Wie es derweil betroffenen Moslems, Flüchtlingen oder Ausländern generell in Dresden ergeht, will sich wohl keiner so richtig vorstellen. Dieser Text, der auch ein paar Zahlen anspricht, gibt aber wenigstens einen kleinen Einblick.

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

2 responses to “Von einem verlorenen Film, warmen Tagen und beschämenden Geschehnissen”

  1. Anna says :

    Alles schöne Bilder, aber das untere gefällt mir auch ausgesprochen gut! :)

  2. lomoherz says :

    Über verlorene Filme kann man sich gar nicht genug aufregen ;) Aber Gott sei Dank gab es noch ein so schönes Happy End!

Ein Kommentar, juhu!

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