Über den Tellerrand // (Mein) perfekter Neujahrsstart

Vor ein paar Wochen rief Kato – die Meisterin gut recherchierter Blogposts – zu einer Blogparade auf, die unter dem Titel „Über den Tellerrand“ dazu animieren sollte, sich einmal abseits des Üblichen (in meinem Fall also irgendwie von allem?) mit einem Thema auseinanderzusetzen.
Jeder Teilnehmer legte dabei das Thema für einen anderen fest, sodass Natalie mir das Thema „Mein perfekter Neujahrsstart“ auftrug und ich Kato das Thema „Rotkäppchen“ zur freien Interpretation (zum Artikel) überließ.

Natalie ließ mir bei dem Thema freie Hand und schrieb, dass ich auch verrückte und unrealistische Ideen in Betracht ziehen könne. Nun, mal sehen, wo mich das hinführt.

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Ich startete meine Überlegungen mit einer Google-Suche und stieß nicht nur auf zahlreiche Hotels, die den perfekten Silvesterabend versprechen, sondern auch auf Checklisten für die Organisation DER perfekten Silvesterparty. Was man da so alles beachten kann?

  • Location: Auswärts oder zuhause? Ist der Raum groß genug? Sollten Nachbarn nett vorgewarnt werden?
  • Gäste: Einladungen verschicken und Rückmeldungen verlangen, Wie ist der Altersmix? Gibt es Allergiker oder Lebensmittelunverträglichkeiten?
  • Programm: Gibt es Dinge, die ich in Sicherheit bringen muss? Dresscode? Buffet oder Dinner? Gastgeschenke? Musik? Ansprache? Jahresrückblick? Feuerwerk?
  • Outfit: Und was, um Himmels willen, zieh ich bloß an?

Neben der Planung kleinster Details gibt die von mir ausgesuchte Liste, die umsichtigerweise auch zu klären vorschlägt, wer denn am nächsten Tag das Schlachtfeld beräumt, auch zehn Ratschläge, wie ¨deine Party zum Hit¨ wird.

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Würde man eine dieser Listen auf meine Silvesterabende der letzten Jahre anwenden, uiuiui.

Mal zuhause in unserer WG mit Freunden, mal bei meinen Eltern oder denen meines Freundes – alles eher unaufregend. Das absolute Highlight in Sachen Glamour war allerdings ein Silvesterabend mit meinem Freund und dessen Bruder, den wir, Phase 10 spielend, in Jogginghosen verbrachten. Kurz vor zwölf machten wir uns zu einem Mitternachtsspaziergang um den Block auf, bei dem schließlich die halbe Flasche Sekt in den Grünanlagen landete… Es wartete schließlich Cuba Libre auf uns! Immerhin das Essen war geplant: Es gab Taube, die beide Herren wegen des geringen Fleisch- und hohen Knochenanteils wohl nicht so schnell wieder essen werden.

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An ein perfektes Silvester im Sinne einer solchen Liste erinnere ich mich nicht; wahrscheinlich gab es auch nie eines. Aber was ist schon perfekt? Viel lieber sind mir glückliche Erinnerungen, zum Beispiel der Ostseespaziergang im letzten Jahr, auf dem wir am Nachmittag mit der neuen Konstruktor die erste Filmrolle verschossen, während wir über den gefrorenen Sand spazierten. Dank der unfassbar tollen Bilder werde ich mich daran wohl noch in zehn Jahren erinnern.

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Der Grund, dass meine Silvesterabende immer unaufregend verlaufen, liegt wohl auch in meiner Überzeugung, dass die besten Parties dann stattfinden, wenn man sie nicht plant oder sich in utopische Erwartungen stürzt. Deshalb gibt es auch in diesem Jahr einen gemütlichen Abend zu viert; mit selbstgemachter Pizza, Restschnapsverwertungscocktails und Singstar. Das wird großartig!

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Sollte ich aber einen utopischen Wunsch äußern, dann fände ich mich zu gerne einmal auf einer Party wieder, wie sie der Große Gatsby schmiss oder wie sie in Boardwalk Empire gefeiert werden. Mit allerlei Trubel, einem Swimmingpool, durch die Menge flanierende Damen mit Sekt-Tabletts und guter, handgemachter Musik der Zwanziger Jahre.

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Wenn ich es mir recht überlege und mich eher am Hier und Jetzt orientieren sollte, täte es aber auch ein Hochhausdach in einer schneebedeckten, lichterflimmernden Stadt (ich musste bei diesem Thema direkt an die Szenerie von ¨A long way down¨ von Nick Hornby denken, obwohl ich weder Buch noch Film kenne). Über mir ein strahlender Sternenhimmel, wie es ihn nur im Erzgebirge gibt. Von dort aus könnte man zunächst wunderbar das Feuerwerk um Mitternacht betrachten, um sich anschließend in der Ostsee oder dem Lido (natürlich gleich um die Ecke!), bei warmen Wassertemperaturen in die nächtlichen Fluten zu stürzen; gerne auch, während es ein wenig schneit.

Ihr seht, mein perfekter Neujahrsstart braucht kein Fünf-Gänge-Menü oder ein Outfit mit Pailetten-Rock. Mit ein wenig Zauberei hinsichtlich der Geografie und des Wetters könnte man mich schon glücklich machen. Bis es soweit ist, gebe mich mit Singstargesang und Luftschlangen zufrieden und wünsche euch euren ganz individuellen, perfekten Start ins neue Jahr!

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// Die Fotos zur Illustration stammen aus den Jahren 2009/10, 2010/11 und 2013/14 – mal digital, mal analog.

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

3 responses to “Über den Tellerrand // (Mein) perfekter Neujahrsstart”

  1. Dani says :

    Happy New Year, Lisa! <3

  2. Marie says :

    Danke, Lisa! Katos Blogparade war wirklich eine tolle Aktion. Es sind einige gute Artikel dabei herausgekommen, deiner zum Beispiel. ;) Die Bilder von der Ostsee sind wunderschön – wie gerne würde ich sie mal wieder besuchen.
    Ganz liebe Grüße,
    Marie

Ein Kommentar, juhu!

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