Striezelmarktimpressionen und einige Weihnachtsmarkt-Geheimtipps für Dresden

Hier bin ich mal wieder.
Ich bin gerade voll im „Vergiss die Uni, kümmer‘ dich um Weihnachtskram“-Fieber und bastle hier den lieben langen Tag vor mich hin, kaufe Sachen, die mir zur Perfektionierung einiger Projekte noch fehlen (zum Beispiel Nähnadeln – meine sind unauffindbar) und merke dann, dass ich doch noch etwas vergessen habe. Teufelskreis!
Leider kann ich euch (noch) nicht alles zeigen, weil ja doch der ein oder andere Beschenkte hier mitliest.

Was ich euch aber zeigen kann sind die lomographischen Ergebnisse, die ich bei zwei Rundgängen mit meiner neuen alten LC-A über den Striezelmarkt gesammelt habe. Es gibt auch noch ein paar mit der Supersampler, die schlummert aber schon ewig und ich krieg‘ sie einfach nicht voll. Naja…

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Seit dem 27. November hat der Striezelmarkt, der 580. inzwischen, geöffnet und lockt wieder viel zu viele Besucher an. Das ist schön für die Budenbetreiber, aber nicht so schön für mich. Viel schlimmer als tagsüber mal schnell was in der neuen superduperdurchkonzipierten Centrumgalerie zu besorgen ist es dann aber doch nicht, denn auf dem Weihnachtsmarkt gibt’s wenigstens brauchbare Fotomotive neben den ganzen Menschen.

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Wie ihr auf einem Foto oben seht, war es, als wir da waren, zum Glück noch nicht so voll. So wie sich der Feierabendverkehr in der Stadt aber gegen Vier verdichtet, wird es ab dem späten Nachmittag auch auf dem Striezelmarkt voll. Aber ich will das mal nicht pauschalisieren.
Am tollsten war es allerdings, ein paar Tage vor der Eröffnung bei strahlendem Sonnenschein über den leeren Markt zu schlendern. Bis auf ein, zwei Buden hatte zwar alles noch geschlossen, aber Pyramide, Budendeko und Weihnachtsbaum konnte man trotzdem super fotografieren.

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Als ich den Baum übrigens das erste Mal gesehen habe, war ich wirklich schockiert und wusste nicht so recht, ob ich weinen oder lachen sollte. Da wird jährlich ein Brimborium darum gemacht, welcher Baum es denn wohl werden soll und dann zerbricht er.  Jetzt steht ein Ersatzbaum, dessen Spitze eben auch nicht gerade vorhanden ist – ich nenne ihn liebevoll Krüppelbäumchen. Wenn man sich nah dran positioniert, fällt es aber gar nicht mehr so sehr auf und das Foto mag eigentlich auch ich ziemlich gern:

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Auch wenn es abends dann ziemlich voll wird, lohnt sich ein Rundgang allein der Fotos wegen. Besonders schön ist das nostalgische Karussell, das es witzigerweise in fast identischer Position sowohl bei Tag als auch abends auf meine Fotos geschafft hat:

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Der Striezelmarkt geht übrigens noch bis zum 24. Dezember und ist täglichmeist von 10-21 Uhr geöffnet. Und neben dem Stollenfest, das am 6.12. stattfand, haben die Veranstalter auch eine Menge anderer Anlässe zum Feiern gefunden, zum Beispiel das Pyramiden- (12.12.) oder das Schwibbbogenfest (13.12.).
Im Hinblick auf diese beiden hölzernen Elemente lohnt es sich übrigens zu wissen, dass sowohl die 14 m hohe Pyramide, deren Figuren zum Pyramidenfest zum Leben erwachen, als auch der „größte begehbare erzgebirgische Schwibbogens der Welt“ aus dem (Mist, das Zitat hat’s schon verraten) Erzgebirge stammen. Jaja!

Wenn ihr mich fragt, sollte jeder Weihnachtsliebhaber in der Weihnachtszeit ja eher dem Erzgebirge einen Besuch abstatten als sich diese erzgebirgischen Volkskunsthighlights auf dem Striezelmarkt anzusehen und sich dabei erlatschen zu lassen, aber das nur nebenbei!

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So, zum Schluss gebe ich euch noch meine ultimativen Weihnachtsmarkttipps für Dresden:

  • In und um Dresden gibt es neben dem Striezelmarkt natürlich unzählige weitere. Hier findet ihr eine Übersicht.
  • Wer Quantität vornan stellt und qualitativ dennoch nichts einbüsen will kann z.B. vom Hauptbahnhof über den Weihnachtsmarkt auf der Prager Straße zum Striezelmarkt laufen, von dort aus weiter zum Neumarkt und schließlich auf dem historischen Mittelalter-Markt im Stallhof enden. Die Unermüdlichen könnten anschließend beispielsweise noch zum Hüttenzauber auf dem Postplatz oder ins Barockviertel der Neustadt weiterziehen.
  • Sondertipp Neumarkt: Super schön und vor allem unkitschig geschmückt, verteilen sich die Buden hier gut und es gibt viele Tische, die sich rings um die Weihnachtsbäume verteilen. Wer friert, kann sich am Rande des Marktes an einem kleinen Feuerchen wärmen. Kulinarisch sind besonders die Heurekaner (Brotteig mit Schinken und Käse) und der Minztee am Mocca-Stand empfehlenswert. Achtung: NICHT mit dem Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche verwechseln. An der Frauenkirche sind zwar beide, der tolle ist aber in der Richtung gelegen, in die Martin Luther guckt. Der hintere, falsche ist kitschig, äußerst touristisch und kein Vergleich!
  • Sondertipp Mittelalter-Weihnacht: Ich kenne keinen, der diesen Markt nicht mag. Wie der Name schon sagt geht es hier etwas mittelalterlich zu. Es gibt einen tollen Stand mit Stahl- bzw. Siegelstempeln, gute Seifen in kleinen Probiergrößen und sogar zwei große Zuber in denen man ab sechs Personen für 10 Euro/Person bei klirrender Kälte baden gehen kann. An Wochentagen ist der Eintritt frei, freitags bis sonntags und zu den Rauhnächten am 29./30.12. wird ein Wegzoll von 3,00/2,00 Euro erhoben – Erfahrungswerten nach lohnt sich das aber trotzdem.
  • Abseits der Innenstadt ist der Weihnachtsmarkt in Loschwitz (Stichwort Blaues Wunder) sehr empfehlenswert. Hinsichtlich der Größe kann der es zwar nicht mit den Märkten in der Innenstadt aufnehmen, aber die Buden verteilen sich gut und der Stadtteil ist ohnehin einen Besuch wert!
  • Ein Markt, den ich selbst noch nicht besucht habe, der aber bestimmt einen Besuch wert ist und den ich deshalb nicht unerwähnt lassen möchte: Der historisch-romantische Weihnachtsmarkt auf der Festung Königstein.
  • Zuguterletzt für alle, die auf Weihnachtsmärkte verzichten können, aber während einer Shoppingtour in der Altmarktgalerie was Süßes brauchen: Die besten und günstigsten Ananas-Schoko-Spieße, die ich bisher gegessen habe, gibt es an einer Bude gegenüber des Xfresh-Restaurants. Vom Altmarkt aus ist das im Zwischengang zur Altmarktgalerie, von der Altmarktgalerie aus der Ein-/Ausgang zwischen Schlüter und Ego_ist für Frauen. Kaum ein Spieß ist teurer als 2,50€; wer aber nicht auf reifes Obst steht, sollte nicht gleich einen Großeinkauf tätigen.

Sooo… Alle, die einen Dresden-Besuch in der Weihnachtszeit planen, sollten jetzt gut versorgt sein.

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

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