Lisa macht Essen // Die Spur der Fingersalzkristalle // Verlosung

Heute geht es um Salz.
Salz ist ja ziemlich wertvoll. Das weiß jeder, der schonmal das Märchen „Salz ist wertvoller als Gold“ gesehen hat. Aber man kann Salz auch ziemlich schnell satt haben, vor allem, wenn man auf zu viel davon setzt. Aber von vorn.

Vor einigen Wochen, als ich gelangweilt in der Bibliothek saß und mich mit allen Mitteln von meiner Bachelorarbeit abzulenken versuchte, erreichte mich eine Mail von Kristina und Isabell von Storykitchen, einer Agentur für Kulinarik & Lebensstil. Sie boten mir an, im Rahmen meiner (noch jungen) Rubrik „Lisa macht Essen“ Salze von Falksalt zu testen. Falksalt gehört zum schwedischen Unternehmen Salinity und vertreibt seit 1830 Salz; in Schweden gilt es (laut Verpackung) sogar als Premium-Salzmarke.
Okay, dachte ich, machste mal. Einem geschenkten Gaul schau ich nämlich definitiv als letzte ins Maul und das auch noch durch den Blog – ich hab mich riesig gefreut! Also hab ich zugesagt und erhielt wenig später ein Paket mit 5 Salztöpfchen in verschiedenen „Geschmacksrichtungen“.

falksalt_naturell_1
Das Besondere an dem Salz, das in Zypern abgebaut wird, ist übrigens nicht nur seine Pyramidenform, sondern auch die Anwendung. Es handelt sich eben nicht um stinknormales, sondern um Fingersalz, das man über dem fertigen Essen zwischen den Fingern zerreibt. Das Ganze funktioniert aber auch in einer Mühle oder eben ganz normal, z.B. als Zugabe im Kochwasser.

falksalt_chili
Ich muss zugeben: Ich hatte mir allein schon das Aussehen der Töpfchen anders vorgestellt, Blechdöschen vielleicht. Aber die Töpfe aus Plastik gehen einfach auf und wieder zu, was soll man also meckern? Die Menge finde ich allerdings unpraktisch: Statt der 125 Gramm, die es im Handel – in Dresden zum Beispiel in (nicht allen!) REWE-Märkten – für etwa 7€ gibt, hätte in meinen Augen eine kleinere, vielleicht halb so große Abpackung ausgereicht. Dann könnte man mehrere der vielen Sorten – Naturell, Citron, Rosmarin, Chili, Smoke, Wild Garlic, Porcini und Chipotle gibt es – ausprobieren, ohne Unmengen an Salztöpfen rumstehen zu haben; ganz zu schweigen vom Preis.

Die Salze waren nun also da und wollten probiert werden. Aber: Mir fiel partout nichts, was ich mit diesem besonders tollem Fingersalz machen konnte. Ich tastete mich heran und verwendete Wild Garlic- und Porcini-Salz zunächst idiotensicher zum Würzen für Grillfleisch. Klappte ganz gut, aber man schmeckte weder Bärlauch noch Steinpilz. Gut, dachte ich, vielleicht war es einfach zu wenig, denn besonders salzig schmeckte das Ganze nicht.
Die nächste Idee: Rosmarinkartoffeln – was soll da schon schief gehen? Ich ging also klitzekleine Kartoffeln kaufen, in der festen Absicht, sie zu Ofenkartoffeln zu verarbeiten. Mit in den Einkaufswagen wanderte direkt ein bisschen Hühnchenfilet als Fleischbeilage.
Zuhause angekommen blieb ich an der Verpackung und den Worten papas arrugadas hängen. Gut, dachte ich mir mal wieder, warum nicht mal was neues probieren. Chefkoch gecheckt und losgelegt. Und dann ging alles schief!
runzelkartoffelnIch marinierte das Fleisch – diesmal mit genügend Chili-Salz, man sollte ja schließlich was davon schmecken. Als Freund besonderer Gewürzchen fügte ich dem Ganzen schließlich noch ein paar Chilifäden hinzu. Der gesunde Menschenverstand hätte wohl an dieser Stelle schon „Stop!“ geschrien, aber ich werkelte weiter schwungvoll in der Küche, rechnete das Rezept für die papas arrugadas (zu deutsch: kanarische Runzelkartoffeln) um und kippte für ein halbes Kilo Kartoffeln schließlich über die Hälfte meines Rosmarin-Salzes in den Topf.
Die Kartoffeln köchelten vor sich hin, während ich kurz zum Kräuterquark-Kauf verschwand. Als ich wiederkam, schwammen die Kartoffeln in einer davor noch nicht dagewesenen Menge Wasser (und Salz natürlich). Ähm…? „Das Wasser war fast alle, ich hab nachgefüllt!“, rief mein Freund in dem Moment unschuldig durch die Wohnung. Nochmal ähm… Das hätte der Punkt sein sollen, an dem ich das schon eingebrockte Unheil hätte ahnen sollen. Ich streute aber am Ende trotzdem noch ein bisschen Fingersalz über das Fleisch, zur Deko für’s Foto:

runzelkartoffeln_foto
Ich erspare euch die restlichen Einzelheiten und sage euch: MACHT ES NICHT NACH! Zumindest nicht so.
Salzige Runzelkartoffeln in Kombination mit Kräuterquark sind bestimmt grandios. Obwohl man wahrscheinlich die Salzmenge reduzieren oder größere Kartoffeln nehmen sollte. Und das Fleisch, in angemessenem Maße gesalzen, schmeckt sicher auch toll. Aber ich war an diesem Tag eindeutig verliebt! Sehr verliebt!

Ich gehe es in Zukunft also lieber langsam an. Am sichersten macht sich das Salz bisher auf meinem aus Schweden importierten Knäckebrot mit Butter. Einfach, aber zu gut! Als Topping auf Focaccia kann ich es mir aber auch super vorstellen, das wird mein nächster Versuch. Hoffentlich endet der nicht als „Körperverletzung“, wie mein Freund meinen kleinen Ausrutscher bezeichnete.

Damit ihr es besser machen könnt als ich, haben mir die Mädels von Storykitchen 3×3 Fingersalze zur Verfügung gestellt, die ich an euch verlosen darf.

falksalt_verlosung_2
Unter allen, die bis Mittwoch, den 15.10.2014 um 23:59 Uhr unter diesem Artikel kommentieren, verlose ich drei Sets Falksalt Fingersalz bestehend aus den Sorten Citron, Chili und Smoke. Folgende Teilnahmebedingungen bitte ich euch, dabei zu beachten:

  • Ihr müsst über 18 Jahre alt sein und einen Wohnsitz oder eine Postadresse in Deutschland haben.
  • Beantwortet mir die Frage, welches Gericht ihr spontan mit dem Fingersalz ausprobieren würdet.
  • Gebt eine gültige Mailadresse an, unter der ich euch erreichen kann.

Unter allen Kommentatoren, die die Bedingungen erfüllen, wählt meine persönliche Glücksfee dann per Zettelzug drei aus, die sich bald an salzigen Gerichten probieren können. Hoffentlich erfolgreicher als ich, aber: Ohne Salz ist das Leben nicht süß!

Die Salze wurden mir von Storykitchen zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür. Meine Meinung zu den Produkten äußere ich aber – offensichtlich – ehrlich.

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

11 responses to “Lisa macht Essen // Die Spur der Fingersalzkristalle // Verlosung”

  1. preachitbaby says :

    Hey Lisa! Abgesehen von der Plastikverpackung würde ich das Salz gern ausprobieren. Wir nutzen schon eine Weile Fingersalz, allerdings in einem Glasbehälter mit einem schönen Korken darauf. Ich streue es über sehr viele Gerichte, v.a. Nudeln mit Gemüse oder auch mit Pilzen. Liebe Grüße! Mathilda

  2. theamunicorn says :

    Oh ich springe gerne in den Lostopf! Dass die Verpackung aus Plastik ist, finde ich schade aber trotzdem ist das Muster schön und sie würden sich gut auf meinem Kücheboard machen. Probieren würde ich das ganze vielleicht einfach über ein tolles Livenöl getreut mit frischgebackenem Chiapatta. hmmmmmm lg *thea

  3. cOuSInChEn (Marit) says :

    Ich würde das Salz spontan auf ein leckeres Bärlauchpesto zu Nudeln (bevorzugt Linguine) streuen – lecker!!
    Meinen Wohnsitz und Email-Adresse kennst du ;-)

  4. Linda says :

    Juhu Lisas erstes Gewinnspiel. Auch Ich möchte da gern dabei sein. Probieren würde ich das Salz zu einem schönen Stück Lachs aber auch dein Focaccia-Rezept wartet bei meiner Rückkehr darauf ausprobiert zu werden.

  5. Ariane Kovac says :

    Hehe, trotz deiner Erfahrungen mache ich gern beim Gewinnspiel mit ;) Ganz spontan würde ich das Salz wahrscheinlich in eine Nudelsauce „klatschen“ – vor allem Citron klingt so, als könnte das gut in eine Sahnesauce passen, vielleicht mit etwas Lachs, Hühnchen oder Gemüse…

  6. Marga says :

    auf ein leckeres Steak

  7. Ina says :

    Juhu, ich auch, ich auch!! :) Macht sich sicher gut in einem kreativen Dip odeer auf den hausgemachten Käßspätzle als besondere Note! À bientôt liebe Lisa

  8. Melanie says :

    Hallo Lisa,
    ich würde meine Tofu-Gemüsepfanne gerne mit dem Fingersalz würzen.
    Viele Grüße,
    Melanie

  9. Anna says :

    Ich hab spontan auch an Focaccia gedacht, kann mir das Salz aber auch schön über Rührei (oder jede andere Eiervariation) vorstellen.

  10. Nancy says :

    Klingt ganz spannend. Ich hab bis vor ein paar Minuten noch nichts von Fingersalz gehört. Ich würde das gern mal testen…
    LG Nancy

    P.S. Hatte doch noch was vergessen… ich würde KräuterButter testen und Forelle mit dem Salz…

Ein Kommentar, juhu!

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