Redscale für Anfänger

Ich sollte langsam eine „Was auch immer“-für-Anfänger-Serie in der Lomography-Sparte einrichten. Man kann aber auch immer wieder unheimlich viele Sachen ausprobieren! Vor einigen Monaten wies mich mein Freund auf einen Artikel hin, nach dessen Anleitung man sich selbst seinen Redscale-Film „bauen“ konnte. Bei Redscale-Filmen wird – einfach gesagt – die falsche Seite des Filmes belichtet, quasi die matte statt der glänzenden. Als Ergebnis erhält man monochrome Bilder, die man zwar (wie schwarz-weiß und Supersampler-Bilder) schnell mal überhaben kann, aber als Abwechslung machen sie ganz schön was her.

IMG_20140315_0002 (Lisa Fickers in Konflikt stehende Kopie 2014-03-16)
IMG_20140315_0001 (Lisa Fickers in Konflikt stehende Kopie 2014-03-16)
Wie immer, wenn man mal was braucht, findet man es nicht. Ich haben eben gefühlte fünfzig Tipster auf Lomography gelesen und fand dabei heraus, dass man Redscale eigentlich auch gar nicht so macht, wie wir das getan haben, sondern so (der Artikel, zu dem alle verlinken) oder so (der Artikel, der arme Studenten bemitleidet). Das ist in meinen Augen zwar eine sauberere, aber auch weitaus kompliziertere Variante, als die, nach der wir vorgegangen sind: Hier entlang für die supereinfache Anleitung für Redscale-Filme (ein Lob auf meine Geduld!).

IMG_20140315_0008 (Lisa Fickers in Konflikt stehende Kopie 2014-03-16)
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Mit ein bisschen brachialer Gewalt und dem Risiko, ein paar Schlieren auf den Bildern zu erhalten, die nicht so superschön sind, ist die günstige Variante eines Redscale-Films geschaffen – ganz ohne Dunkelkammer, Wechselsack, Klebeband oder zweiter Filmrolle. Obwohl ich zugeben muss, dass wir beim ersten Film aus der Konstruktor auch kein Glück hatten: Einerseits verwendeten wir einen Film mit ISO 200 und andererseits ließ sich der Film nicht aufspulen, weshalb wir in den Keller ausweichen mussten, dessen Dunkelheit das Ganze nicht gerade erleichtert hat. Befriedigend war das Ergebnis dann auch nicht, es waren nämlich gerade zwei von 36 Bildern überhaupt ordentlich belichtet.

IMG_20140315_0018 (Lisa Fickers in Konflikt stehende Kopie 2014-03-16)
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Mit der La Sardina (erkennbar an der Vignettiertung und dem teils charmant-nervigen Lichtpunkt) und einem ISO 400-Film hat das Ganze aber hervorragend geklappt. Ich war wirklich hocherfreut, als ich die Bilder abgeholt habe, denn nur eine Hand voll Bilder sind etwas zu dunkel oder schlierig geworden.

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Alles in Allem bin ich wirklich begeistert. Lediglich beim Zurückspulen (dabei beachten, dass man in die entgegengesetzte Richtung drehen muss!) könnte sich der geredscalte Film etwas entgegenkommender zeigen, denn selbst bei diesem musste ich das letzte Stück Film per Hand nachschieben, wobei natürlich einige Aufnahmen des Großen Gartens den Bach runtergingen. Aber so isses halt mit der Lomography!

IMG_20140315_0022 (Lisa Fickers in Konflikt stehende Kopie 2014-03-16)
IMG_20140315_0020 (Lisa Fickers in Konflikt stehende Kopie 2014-03-16)

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

2 responses to “Redscale für Anfänger”

  1. Dani says :

    Cool, da habe ich mich immer noch nicht ran getraut, vielleicht mache ich es jetzt endlich mal. ;) Schönen Sonntag noch, Dani

    • Lisa says :

      Das solltest dz echt mal probieren. Bei einem günstigen Film tut es nicht weh, wenn’s nichts wird, aber die Freude ist umso größer, wenn es klappt! :)

Ein Kommentar, juhu!

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