Meisterwerke der modernen Kunst #3: „Ey Alter, die Hood muss aufgeteilt werden!“


Wir wollen uns nichts vormachen: wir alle hatten unsere Phasen. Ich könnte micht nicht erinnern, dass ich je mehr für die Hip-Hop-Szene empfand als Toleranz, aber ich hatte ’n Tag. Wenn man das so nennen kann, denn ich hab mir ja keinen kunstvollen Namen ausgedacht. Im wirklichen Leben wäre ich damit also eher nicht so lang davongekommen und hätte Wände schrubben müssen. Interessantes aus Wikipedia dazu: Vorrangiges Ziel [beim taggen] ist es, einen guten und innovativen Style zu haben, sekundäres Ziel, in einer Stadt, einem Bezirk oder einer Gegend, möglichst präsent zu sein. Vorläufer von Tags gab es, wie das Beispiel des Beamten Joseph Kyselak zeigt, bereits im Biedermeier.

Das sekundäre Ziel hatte ich wohl nie vor Augen, aber stylistisch gut und innovativ würde ich das schon bezeichnen. Allein die Dominanz des i-Kreises und die Symbiose des „s“ mit dem Pfeil, der die Gesamtkomposition unterstreicht, ist Zeichen meines unfassbaren Könnens.

Ich kam übrigens durch die letzte Folge „Danni Lowinski“ ab Minute 29:40 darauf, mal wieder über die alten Zeiten nachzudenken. Glücklicherweise war ich so schlau, mich in meiner Tagger-Hochzeit auf meiner Kunstmappe zu verewigen. Mein Freund fand das ganze eher weniger gekonnt, aber ich finde ja, künstlerische Relikte sollten nicht verspottet werden.

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

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