Größen ihrer Zeit

Die beiden letzten Tage hütete ich das Kino und sah mir „Die eiserne Lady“ und „My Week with Marilyn“ an.

Das Porträt über die eiserne Lady – Margaret Thatcher – empfand ich als einen sehr gelungenen Film über eine Frau, die ihre Ideen und Ideale verfolgt und sie eisern vertritt. Der Wechsel zwischen Gegenwart und den Rückblenden in ihre Vergangenheit war angenehm, sodass man die Handlung gut nachvollziehen konnte. Die Schauspieler waren allesamt gut gewählt, besonders Meryl Streep als Margaret Thatcher (ohnehin eine gute Schauspielerin) und Jim Broadbent als ihr Ehemann. Die Szenen zwischen den beiden gefielen mir am besten und brachten Witz in den Film, auch wenn der Hintergrund eher ein trauriger ist.

Anders, aber in Ansätzen ähnlich war „My Week with Marylin“. Dieser Film basiert auf den Erinnerungen des späteren Filmemachers Colin Clark, der am Set von „Der Prinz und die Tänzerin“ – der Film, den Marilyn drehte, bevor sie ihren Durchbruch mit „Some like it hot“ hatte – einen Job als 3. Regieassistent ergattert, um ins Filmgeschäft einzusteigen. Als Laufbursche, der öfter mal nach Marilyn, die oft nicht am Set erscheint, schauen muss, kommt er ihr bald näher und verbringt mit dem hinter der Fassade nicht so glücklichen Star wenige schöne Tage.

Ich fand den Film großartig. Auch wenn man nie so recht weiß, was an Filmen „nach einer wahren Geschichte“ wirklich dran ist, ist der Einblick, den man gewinnt, super. Die Atmosphäre des Films ist wunderbar, der Charme von Michelle Williams als Marilyn umwerfend und einige Szenen herzerwärmend, erfrischend, einfach haaach. Man sieht, ich bin vollkommen im Bann… aber ich mag Marilyn ja auch. Die Schauspieler sind übrigens allesamt wunderbar – allen voran natürlich Michelle Williams, die überzeugend spielt und meiner Meinung nach eine bessere Wahl als Scarlett Johansson war. Witzig ist übrigens, dass fünf der Schauspieler auch in Harry Potter-Filmen mitspielten.

Kenneth Branagh als Prof. Gilderoy Lockhart, Emma Watson als Hermine Granger, Geraldine Somerville als Lily Potter, Tobey Jones als die Stimme von Dobby und Zoë Wanamaker als Madam Hooch.

Einzig zu Beginn des Films war ich etwas geschockt (wie vermutlich auch alle anderen Kinogäste – überwiegend Damen Ü50, da Traumkino-Tag war… morgens um 10), als die ersten Sätze auf Englisch ertönten – und „nur“ deutsche Untertitel. War aber halb so schlimm, nach einer Weile hab ich nach einer längeren Sprechpause meist erwartet, dass die Schauspieler auf Deutsch weitersprechen würden… also dennoch gut verständlich. Der ganze Film also gut. Und günstig. Aber vor allem gut!

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

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