Erfüllung in der Kunst finden.

Manchmal (langsam hängt mir das Wort zum Halse raus, aber es passt nun mal…), wenn ich früher sah, wie manche hat manche eigentlich was mit manchmal zu tun und möchte ich hier eigentlich einen Artikel über die deutsche Sprache schreiben? Menschen dem nachgingen, was ihnen am wichtigsten ist, wünschte ich, ich hätte auch so etwas. Etwas, das einem über all das hinwegtrösten konnte, das gerade mies lief und in das man seine ganze Kraft stecken könnte.

In meinem Fall waren es oftmals musikalische Talente die mich umhauten, da ich das Glück hatte, in einem musikalischen Jahrgang ohne seinesgleichen zu sein. Relativ regelmäßig gab’s Konzerte, bei denen die ganze Klasse bzw. der gesamte Jahrgang eingespannt wurde.

Für mich als  9-Jahre-Blockflöten- und 3-Jahre-Akkordeon-Kind bot sich da jetzt nicht so die Aufstiegschance, aber umso faszinierter war ich immer, wenn einige aus dem Jahrgang ihre Stimmen oder ihr Können am Klavier zum Besten gaben. In den letzten Jahren am Gym hatte ich echt einige Male dieses Kribbeln, das einen für Minuten bis Stunden in ein Gefühl versetzt, dass es einfach nichts Besseres auf der Welt gab als das, was man selbst gerade gesehen hat.
Ob das nun Frucht von Virtuosität, „Wunderkind“-Image oder einfach nur jahrelanges Training ist… darüber lässt sich streiten, letztendlich geht’s ja aber nicht um irgendeine Lebenslauf-Sache, sondern darum, was man drauß macht. Ich behaupte, ich habe mein sowieso nichtiges instrumentales Können in den  Sand gesetzt, als ich entschied, Akkordeon aufzugeben (Glücklicherweise hat meine Mutter zwei Töchter). Blockflöte is da gesamtbetrachtet sinniger gewesen, das ist wie Schleifen binden und essen und eröffnete mir letztens sogar die Möglichkeit, im schlimmsten Fach ever zu glänzen… denn die C-Dur-Tonleiter scheint irgendwie bei 90% der Klasse was Unbekanntes zu sein.

Heute sind es jedenfalls weniger Live-Musiker als Poetry Slammer, Künstler und einfach individuelle Menschen, die mich mit ihrer Meinung beeindrucken. Oder eben normale Musik. Momentan mag ich Regina Spektors Album „Far“ total. Bewegendste Stelle im gesamten Album: Minute 2:17 vom Lied „Human of the Year“. Das Lied an sich so lala, aber an der Stelle könnt ich an die Decke springen, weinen und lachen gleichzeitig.

Regina Spektor – Human of the Year [ALBUM]

Jedenfalls nimmt der Post irgendwie grad eine ganz andere Richtung an, als ich anfangs irgendwie dachte… aber das is immer so und spielt ja auch keine Rolle. Was ich eigentlich ausdrücken will ist, dass es mich immer ungeheim beeindruckt, wenn ich sehe, wie Menschen in ihrer Passion aufgehen.

Ich habe das, was mir selbst so richtig Freude bereitet, auch endlich entdeckt. War schon immer naheliegend, aber Faulheit siegt. Wenn man sich dann doch mal aufrafft, hat man innerhalb ner halben Woche ’nen viertel Skizzenbuch voll und erklärt sich selbst für total bescheuert.

Ich zeichne seit einigen Wochen wieder (habe schon die erste angesteckt, hihi :)) und könnte mein Skizzenbuch täglich durchblättern und mich dran freuen. Egoistisch, ja, aber mir doch schnuppe. Findet’s halt alle doof, verkrüppelt und komisch, was ich mache. Eigene Zeichnungen anzuschauen ist besser, als tausend Fotos. Und. Woah, ich merk der Vergleich hinkt… aber… Zeichnen rockt :)

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

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