Bluten für Nichts

Heute hat’s die Welt mal wieder geschafft. Genau wie beim Houserunning letztens hab ich mich heute beim Versuch, Blut spenden zu wollen, mal wieder schön umsonst fertig gemacht.
Ich war in meinem Leben noch nicht einmal blutspenden, weiß nicht mal meine Blutgruppe. Es sei denn, ich rede mir ein, dass die Bauchnabelschnur-Blutgruppe, die auf irgendnem Kleinkind-Pass steht, stimmt. Dann müsste ich allerdings davon ausgehen, dass ich entweder adoptiert oder vertauscht wurde.

Jedenfalls bin ich heute nach der Schule mit nem Klassenkameraden, der mir davon erzählt hatte, ins WTC gefahren, in der Hoffnung, dass nicht viel los ist und alles halb so schlimm wird. Nach Bürokratiekram und Warten wurde ich dann zum Blutdruckmessen und Fingerpieksen gerufen. Weiter kam ich dann auch nich, denn mein Blutdruck war zu niedrig. Ich solle doch bitte Kaffee trinken und in zwanzig Minuten nochmal klopfen. Klar doch, für zwanzig Euro schütt ich mir halt auch n paar Schlucke Kaffee rein (Jetzt kann ich mit Sicherheit sagen, dass ich kein Kaffeetrinker werde und es bisher auch aus gutem Grund nicht war. Abartige Brühe, ey…).
Als ich dann nochmal bei der Dame war, war zwar der Blutdruck in Ordnung, aber beim Venen-Test hab ich wohl versagt… „Nur ne ganz kleine. Also sie sind eher nich zum Blutspenden geeignet.“

Klaro, ich schreib euch doch gerne auf, ob ich Intimpiercings hab, welche Krankheiten ich rumschleppe und ob ich in den letzten 6 Monaten Kontakt mit Infektionskranken hatte. Keeeein Problem! Aber kann man, Fluch, nicht nach Venen gucken, bevor mir in den Finger gestochen wird? Und ich Kaffee trinken muss??? Echt.

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About Lisa

Lisa, Jahrgang '91, Dresden. Mag Kunst, Lomographie und alles mögliche Kreative.

4 responses to “Bluten für Nichts”

  1. Jan says :

    Du weisst doch das Bürokratie und Logik sich Antiproportional zu einander verhalten :-) Wahrscheinlich hat das damit zu tun das ein wenig mehr Logik mehr Effizienz bedeuten würde, das würde 2/3 der Angestellen (Freiwillig oder auch angestellt) überflüssig machen, doch da man viel „Mitarbeiter“ mit Wichtigkeit verbindet, würden man eben diese verlieren. Das alles ist total idiotisch und gleichzeitig aber leider auch typisch deutsch.

    LG,
    Jan

    • CoUSiNcHEn says :

      Immer öfter fällt mir auf, dass wir uns doch ähnlicher sind, als ich dachte *grusel* ;-) Vor etwa 2,5 Jahren habsch fast genau diegleiche Story durch…nur, dass bei mir nach dem Bürokratie-Gedöns gleich die Venen als „nicht vorhanden“ eingestuft wurden – Blut- & Plasmaspenden ade! =/

      • Lisa says :

        Ahh… Cousinchen :) (Bitte! Lass doch endlich dieses Groß-/Kleingeschreibe, das kommt echt voll unseriös! :P)

        Werd demnächst trotzdem nochmal da hin… kann man Venen irgendwie antrainieren?
        Und an deiner Stelle würde ich mir ja Gedanken machen über deine Venen… wo sollen die sein, zurückgebildet? :D

    • Lisa says :

      Viele Blutengel hatten sie definitiv, aber das mit dem Verhältnis der zur Effizienz ist ja eh immer so ne Sache und eigentlich nicht pauschal einzuschätzen. Mir wäre es eben einfach nur lieber gewesen und sinnvoller erschienen, hätten sie erst die wenig schmerzhaften Sachen verrichtet.

      Aber stimt wohlm typisch deutsch. Bürokratie olé!

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