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Nicht nur guten Freunden gibt man ein Küsschen…

…sondern in Frankreich vermutlich auch Fremden. Keine Ahnung, ist schon lange her, dass ich durch Frankreich gefahren bin und mit meinem Französisch ist es ohnehin nicht mehr weither. Obwohl ich es mir wünschen würde, Französischlehrerin sein zu können, damit ich mit meinen Schülern stundenlang Karambolage gucken könnte. Bildung in schön.

Aber dem ist nicht so und mit meiner Fächerwahl bin ich zufrieden, aber meckern geht ja immer. Über den Karambolage-Blog bin ich jedenfalls auf diese super Karte gestoßen, die wohl Abhilfe schaffen dürfte, solltet ihr überraschenderweise einem Franzosen begegnen. Ja, wieviele Küsschen gibt man jetzt? 3, 4 oder doch bloß einen? Einfach schnell nach dem Departement fragen, “un momeeeent, s’il vous plaît!” – iPhone zücken und ruckzuck nachgeschlagen. Dann gibt’s auch keinen Küsschenvortrag auf französisch oder wiederholtes Gesachmatze. Vorhang auf:


Draufklicken und ihr könnt euch sogar noch das Departement auswählen. Obwohl… ihr kennt die ja sicher! ;)

Gran Torino

Gestern Abend war der groooße Tag!

Nein, eigentlich nicht, es kam nur Gran Torino auf Pro7. Mangels Alternativen – abgesehen von Valentinstag, der mich in den Werbepausen aber dann sowieso nicht wirklich vom Hocker gerissen hat – hab ich mich meinem Schicksal gefügt und Gran Torino, von und mit Clint Eastwood, angeschaut.
Mein Freund wollte den schon eine ganze Weile mal sehen, ist auch schon lange draußen, aber mich hat er irgendwie nie so vom Hocker gerissen. Wahrscheinlich hab ich auch nie die DVD-Rückseite gelesen, aber von vorn sieht die ja auch nicht so überzeugend aus…

Da hab ich mich aber gewaltig getäuscht, der Film war nämlich – entgegen meiner Erwartungen zu Beginn des Films – ziemlich gut. Inhaltsangabe gibt’s bei Wikipedia eine bessere als bei mir, aber im Grunde geht’s um Walt, der vor eeewiger Zeit im Krieg war, gerade seine Frau verloren hat und neben Frühlingsrollen/Bambusratten/Schlitzaugen lebt, in einem Viertel, indem sowieso recht viele Ausländer wohnen. Seine Vorurteile gegen die legt sich im Laufe des Films, es entwickelt sich sogar eine Freundschaft. Walt taut so langsam auf, zeigt dem Nachbarsjungen, wie ein richtiger Mann sich zu benehmen hat und beschafft ihm ne Arbeit. Problematisch macht’s die Gang, die Thao – den Nachbarsjungen –  nicht in Ruhe lässt. Am Ende des Films regelt Walt schließlich die Sache.

Ich fand das Ende anfangs total schlecht und traurig und mies, bevor ich zwei Minuten später verstanden habe, wieso Walt es so gemacht hat, wie er’s gemacht hat. Schade fand ich’s trotzdem, die Kritiken nennen’s pathetisch… aber ein gebührendes Ende für dieses Film allemal.

Ach… wo kommt eigentlich der Titel her? Das ist n Auto, für diejenigen, die das noch nicht gehört haben… Das hat auch noch n bisschen mit der Handlung zu tun. Mein Freund meinte beim Anblick des Gran Torino: “Daaaa mein Kopf drin!”

Meine liebste Fernsehserie auf Arte.

Durch Zufall habe ich vor einigen Wochen auf Arte eine wundervolle Sendung entdeckt: Karambolage.
In dieser Sendung von Claire Doutriaux werden jeden Sonntag ab 19.30 Uhr für zehn Minuten in deutsch-französischem Kontext Redensarten und Rituale untersucht, Sehenswürdigkeiten und alltägliche Dinge vorgestellt oder auch die Herkunft von Wörtern geklärt. Besonders schön finde ich auch die Kategorie l’onomatopoesie… In dieser werden Geräusche (bspw. die Sirene einer Feuerwehr oder das Quaken eines Frosches) von Deutschen und Franzosen “nachgemacht”. Sehr unterhaltsam und doch interessant zu sehen, welche Unterschiede es zwischen den beiden Sprachen gibt.
Am Ende jeder Sendung gibt es ein Rätsel, bei dem eine Szenerie Deutschland oder Frankreich zugeordnet werden soll. Oftmals weisen nur kleine Indizien wie das Kürzel der französischen Bahngesellschaft oder das Schild eines deutschen Discountmarktes auf die Lösung hin.

Eine meiner Lieblingssendungen  ist die, in der die Herkunft des Begriffes “Tussi” erklärt wird. (Leider fehlt bei dieser Sendung das super tschakatschika-Intro, aber das gibt’s sowohl bei der Übersicht auf Arte, wo meist die ca. letzten 10 Sendungen online gestellt sind oder auf Youtube)

Was mir besonders an den Sendungen gefällt ist einerseits die liebevolle Gestaltung der Beiträge, andererseits die würzige Kürze… perfekt, um den Schulalltag in ein paar Jahren mit kurzen Filmsequenzen aufzupeppen.
Ich werd’ mir jedenfalls iiirgendwann alle 10 DVDs holen :)

Vorher, nachher und die Profivariante.

Anlässlich meines “Urlaubs” vor zwei Wochen bei den Schwiegereltern in Greifswald waren wir Besucher der HanseSail 2011. War sehr eindrucksvoll, mal so viele Schiffe und Boote auf nem Haufen zu sehen, auch wenn das Wetter sehr schwankend war.
Auch die Alexander von Humboldt - an dieser Stelle bitte eine schlaue Formulierung, was das denn genau für eine Art von Schiff sein könnte, einfügen – war da, neben anderen bekannten Größen wie der Gorch Fock, der Bounty, der Sedov oder der Krusenstern, beispielsweise. Jedenfalls war allen bekannt, dass die Alexander von Humboldt das Schiff aus der Beck’s-Werbung ist. Euch natürlich auch!
Mir aber nicht… Toll war es aber trotzdem mit seinen grünen Segeln. Und damit auch das Einzige unter den 250 Schiffen da. Also grün besegelt… Die anderen waren auch toll.

Hier ist also ein schönes Foto. Schön ist relativ, jaja. Am zweiten sieht man auch, dass der abgrundtiefe Hass gegenüber Photoshop auch nach meiner Ausbildung noch besteht.


Eigentlich muss ich sagen, dass ich die Werbung total schlecht finde…

Gedanken zu “Eis am Stiel”: Alles Banane, ja?


Nach langer Zeit melde ich mich zurück… mal schauen wie lange.

Gestern habe ich in meiner langen, öden Aufsicht, die ich in der Teilnehmerausstellung der Sommerakademie absitzen musste, “Eis am Stiel” angesehen. Eher zufällig war ich vorher bei Media Markt und hab alle acht Teile da liegen sehen… Und da meinen Freund und mich vor kurzem das Schallplatten-Fieber gepackt hat und ich in einem Second-Hand-Laden zwei Platten mit Soundtracks des dritten und achten Teils ergattert habe, dachte ich, kann es doch nicht schaden sich einmal den Film anzusehen…

Zu Beginn fällt einem erst einmal das unglaublich wackelige und unscharfe Bild auf… Die Leute, die auf HD schwören, würden vermutlich Augenkrebs bekommen… Aber das macht den Charme des Kultfilms ja auch irgendwie aus…
Zur Handlung: Benny, Johnny und Momo sind drei Freunde auf Suche nach Mädchen, sexuellen Erfahrungen und Spaß. Jede Party (Party im Stil der Achtziger natürlich) wird mitgenommen, jedes Mädchen angemacht und dann doch gekuscht und auch vor ner Prostituierten machen die drei nicht halt. Doch dann ist da Nili… bei Benny machts Bääm, Momo schnappt sie sich und Benny muss sich mit seiner bebrillten Freundin herumschlagen. Vergessen kann er sie aber nicht. Seine Chance kommt, als Nili schwanger wird und Momo alles abstreitet und sie fallen lässt… Wunderbare Tage zu zweit folgen, man bekommt Hoffnung, dass doch noch alles gut wird für die beiden… Aber nein… Zu der Zeit kannte man wahrscheinlich die Sache mit den Happy Ends noch nicht :(

Ist aber dennoch ein schöner Film und eine – wie sich bestätigt hat – noch viel schönere Musik. Die Platte für Nummer 6 ist glücklicherweise schon im Anmarsch –  ich freu mich drauf. und auf noch sieben weitere Teile Eis am Stiel auch :)

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